Operation Pegasus

Nach der Operation Market Garden saßen circa sechstausend britische Soldaten in feindlichem Gebiet bei Renkum fest. Ihre Truppen mussten sie nach der alliierten Niederlage in der Schlacht um Arnheim dort zurücklassen. Um sie aus feindlichem Gebiet zu befreien, wurde die Operation Pegasus aufgezogen. 

‘Get‘em out’ (Hol‘ sie raus!)

Dank eines spionierenden britischen Soldaten erhielt General Dempsey am 16. Oktober 1944 Informationen über die Situation der zurückgebliebenen britischen Soldaten. Daraufhin beschloss er, eine Rettungsoperation mit dem Slogan „Get‘em out“ (Hol sie raus!) zu starten. Die Mehrzahl der sechstausend zurückgebliebenen Soldaten war zwar von den Deutschen gefangen genommen worden, einige hatten mit Hilfe lokaler Widerstandsbewegungen jedoch auch untertauchen können. 

Operation Pegasus

In der Nacht vom 22. zum 23. Oktober 1944 fand die Operation Pegasus I statt. Mehr als hundert britische Soldaten, die nach der alliierten Niederlage in der Schlacht um Arnheim untergetaucht waren, konnten mit der Hilfe der lokalen Widerstandsbewegung in Ede den Rhein überqueren und zu ihren eigenen Truppen zurückkehren.

Unter ihnen befanden sich der Brigadegeneral Gerald Lathbury, der Major Alison Digby Tatham-Warter und der Major Tony Hibbert. Dies war eine der spektakulärsten und erfolgreichsten Massenevakuierungen des 2. Weltkriegs. 

Operation Pegasus bestand letztendlich aus zwei militärischen Operationen;
Operation Pegasus I und Operation Pegasus II.

Operation Pegasus I

In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1944 fand die erste Evakuierung statt. Sie war erfolgreich, denn es gelingt den 130 untergetauchten britischen Soldaten letztendlich, den Rhein zu überqueren und alliiertes Gebiet zu erreichen. Unter ihnen befinden sich der Brigadegeneral Gerald Lathbury, der Major Alison Digby Tatham-Warter und der Major Tony Hibbert.

Laut Major Airey Neave, der namens des britischen Aufklärungsdienstes für die praktische Ausführung der „Escape and Evasion“-Operation in West-Europa verantwortlich war, war diese Operation die erfolgreichste Massenevakuierung in besetztem Gebiet des 2. Weltkriegs.

 

Operation Pegasus II

Nicht alle Soldaten können während der Operation Pegasus I alliiertes Gebiet erreichen. Darum wird am 18. November 1944 ein zweiter Versuch gestartet: Operation Pegasus II. Die Deutschen sind diesmal jedoch auf der Hut. Auch ist das zu durchkreuzende Gebiet größer und werden Pläne immer wieder kurzfristig geändert.

Aus Zeitmangel wird beschlossen, die Strecke zu verkürzen und ein Gebiet ohne gute Unterstände zu durchqueren. Als die Gruppe auf eine deutsche Artillerie-Aufstellung trifft, zieht nur noch die Vorhut weiter. Der Rest der Gruppe geht in Deckung. Die Vorhut stößt auf ein Maschinengewehrfeuer und flieht in alle Richtungen. Operation Pegasus II endet als riesiges Fiasko. Nur sieben der hundert Soldaten, die an der Operation Pegasus II teilnahmen, konnten das südliche Rheinufer erreichen. 

Woher stammt der Name Operation Pegasus?

Die gesamte Operation erhielt im Nachhinein den Namen Operation Pegasus:  nach dem fliegenden Pferd, das sich auf dem Abzeichen der britischen Airborne-Truppen befand.